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Naturstein-Info

GRANIT:

Petrografische Bezeichnung für eine Tiefengesteinsart.
Oft verwendete allgemeine Handelsbezeichnung für Hartgesteine.
Eigenschaften: politurbeständig, verwitterungsbeständig
Farben: vielfältige Farben und Strukturen
Pflege: nach Bedarf mit reinem Wasser waschen
Verwendung: Platten, Gartenobjekte, Grabdenkmäler, Brunnen

Bethel White, USA
Juparana Classico, Brasilien
Rosa Porrino, Spanien
Azul Bahia, Brasilien
Baltic Braun, Finnland
Impala, Südafrika

MARMOR:

Petrografische Bezeichnung für eine Metamorphitgesteinsart.
Handelsbezeichnung für mittelharte, "marmorierte" Gesteine.
Eigenschaften: polierfähig (politurbeständig allerdings nur in wettergeschützten Bereichen), im Freien verwitterungsanfällig; nimmt Feuchtigkeit auf.
Farben: vielfältige Farben und Strukturen
Pflege: je nach Verschmutzungsgrad professionelle Reinigung erforderlich
Verwendung: Platten, Bildhauerarbeiten, Brunnen

Carrara, Italien
Botticino, Italien
Sölker, Österreich
Wachauer, Österreich
Nero Marquina, Spanien

SANDSTEIN:

Petrografische Bezeichnung für ein Sedimentgestein.
Handelsbezeichnung für einige Weichgesteine.
Eigenschaften: nicht polierbar, verwitterungsanfällig
Farben: je nach Körnung gelblich, rötlich, grau
Pflege: je nach Verschmutzungsgrad professionelle Reinigung/Restaurierung erforderlich
Verwendung: Bildhauerarbeiten, Gartendekoration

Margarethener, Österreich

OBERFLÄCHEN:

bruchrauh:
"natürlich" gebrochene/gespaltene, unregelmäßige Oberfläche

gespitzt, scharriert, gestockt:
handwerklich/maschinell hergestellte "rauhe" Oberflächen

geflammt, sandgestrahlt:
maschinell hergestellte "rauhe" Oberflächen

geschliffen, poliert:
"glatte" bis glänzende Oberflächen

GESTEINSKUNDE (PETROGRAFIE):

Folgende Übersicht dient lediglich zur Information für steininteressierte Besucher dieser Website und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit/Richtigkeit in wissenschaftlicher Hinsicht. Für Korrekturen/Ergänzungen/Anregungen bin ich dankbar.

EINTEILUNG DER GESTEINE:

A. MAGMAGESTEINE

"Magma" = Brei, griech.; glutflüssige Gesteinsschmelzen;
je nach Ort der Erstarrung: Tiefengestein oder Ergußgestein

A1. TIEFENGESTEINE ("PLUTONITE")
langsame unterirdische Erstarrung-> genug Zeit für Moleküle, sich zu größeren
Kristallkörnern zu gruppieren, die das ganze Gestein aufbauen.
Durch Verwitterung des Deckgebirges heute zugänglich.
Kennzeichen: vollkristallin, fast richtungsloses Gefüge, dicht.

A1.1 Granit:
"granum" =Korn, lat.; häufigstes Tiefengestein
Gefüge: körnig bis grobkörnig (1-10 mm), richtungslos
Farbe: meist hellere Farbtöne
Mineralien: Feldspäte: Orthoklas (braun), Plagioklas (hell, grau) -> Farbe
Quarz: Härte
Glimmer (Biotit, Muskovit)
Technische Werte: 2,7 t/m3; 0,2 ..0,5 vol% Wasseraufnahme
Sorten: Balmoral, Baltic braun/rot (Finnland
Tranas (Schweden)
Rosa Porrino, Gris Perla (Spanien)
Rosa Sardo, Rosa Beta, Bianco Sardo (Italien)
Rosengranit (Tschechien)
Juparana classico (Brasilien)
Aalfanger, Herschenberger, Neuhauser, Perger (Österreich)
A1.2 Syenit:
in Granitgebieten zu finden, eher selten
Gefüge: körnig, richtungslos
Farbe: dunkle Grundfarbe durch gleichmäßig verteilte helle Feldspäte unterbrochen
Mineralien: Feldspäte: Orthoklas, Plagioklas
Biotit, Augit: schwarz
Quarz: kein oder sehr geringer Anteil
Technische Werte: 2,8 t/m3;
Sorten: Labrador (Südnorwegen)
A1.3 Syenit:
in Granitgebieten zu finden
Gefüge: fein bis mittelkörnig
Farbe: dunkelgrau bis schwarzgrün, unregelmäßig
Mineralien: Feldspäte, Glimmer, Quarz (gering)
Technische Werte: 2,9 t/m3;
Sorten: Gebhartser grob/fein (Österreich)
A1.4 Gabbro:
nach Graniten häufigstes Tiefengestein
dunkelgraues Gestein; ohne Untersuchung nicht vom Diorit zu unterscheiden.
Gleiche technische Eigenschaften wie Diorit
Farbe: dunkelgrau bis schwarzgrün, gleichmäßig
Mineralien: Plagioklas, Augit, Olivin (gering)
Technische Werte: 3,0 t/m3;
Sorten: Impala; Schwarz Afrikanisch (Südafrika)
A1.5 Peridotit:
schwarz bis schwarzgrünes Tiefengestein ohne helle Gemengeteile
unbedeutende Werksteingewinnung (Norwegen)
Technische Werte: 3,3 t/m3;
A1.6 Foyait:
besondere Stellung unter den Tiefengesteinen.
aus Magma mit sehr wenig Silizium -> keine Quarzentstehung
Mineralgruppe Foide (z. B. Sodalith) hat ungünstige chemische Eigenschaften:
-> nicht als Außenböden (Streusalz), Schwimmbadverkleidung (Chlor), Küchenplatte (Essig)
Sorten: Azul Bahia (Brasilien)

A2. ERGUSSGESTEINE ("VULKANITE")
schnelle Erstarrung an der Oberfläche nach Erguß-> keine Zeit zum Bilden von größeren Kristallkörnern
nur kleine Vorkommen, "langweiliges" Aussehen
Kennzeichen von Ergußgesteinen:
- feinst- oder nichtkristalline (amorphe) Grundmasse
- manchmal "Einsprenglinge" (einige gut ausgebildete Kristalle)
- manchmal blasige Hohlräume

A2.1 Porphyr (Rhyolit):
Ergußgestein vom Granit; auch: Quarzporhyr, Porphyr
Zusammensetzung und Bearbeitkeit wie Granit
rötlich, grün, braun, helle Einsprenglinge
Sorten: Trientiner Porphyr (Italien)
A2.2 Trachyt:
Ergußgestein vom Syenit (-> kein Quarz)
A2.3 Andesit:
Ergußgestein vom Diorit
keine bedeutenden Vorkommen in Europa
A2.4 Basalt:
"junges" Ergußgestein vom Gabbro
dunkel, fast schwarz; für Grabmäler
Sorten: Schwarz Schwedisch (Südschweden)
Nero Zimbabwe (Afrika)
A2.5 Diabas:
"altes" Ergußgestein vom Gabbro
= vergrünte Basalte: manche Mineralien wurden durch chemische Umwandlungen in Erdkruste
zu grünen Mineralien umgewandelt
für Grabmäler und Skulpturen

Erscheinungsformen der Ergußgesteine:
- Lavagestein:
Bezeichnung für alle porösen Ergußgesteine (unabhängig von Zusammensetzung)
Poren: "versteinerte" Gasblasen
Eignung: Werkstein, Bildhauerei, gute Dämmung durch Poren
- Vulkanische Lava:
verfestigte Vulkanasche und kleine Steinbrocken
leichtes Gestein, gute Dämmung, wenig Festigkeit
noch lockeres Material: für Traßzement
- Deckenerguß:
dünnflüssiges Magma breitet sich großflächig auf Erdoberfläche aus
bei Abkühlung: Schwundrisse -> Steinteilung in 6-eckige Blöcke

B. SEDIMENTGESTEINE ("ABSATZGESTEINE")

Bildung: Verwitterungseinflüsse wirken auf Gebirge/Felsen ein
mechanisch: Regen, Temperaturschwankungen, Eissprengung, Salzsprengung, Wind, ...
chemisch/biologisch: Lösungskraft des Wassers, saurer Regen, Bakterien

B1. MECHANISCHE SEDIMENTGESTEINE ("Klastische Sedimente")
Zerstörung von Gestein durch mechanische Witterungseinflüsse
-> Transport durch Flüsse -> weitere Zerkleinerung -> je weiter flußabwärts desto kleinere Transportkraft -> "gradierte" Ablagerung (nach Steingröße).
danach folgt "Diagenese" (Steinwerdung): im Laufe der Zeit durch Druck der oberen Schichten und Eindringen von Bindemitteln (Ton, Kalk, Kieselsäure, Mergel) erfolgt "Zementation".

B1.1 Brekzie: (Trümmergestein)
Korngröße >2 mm
faustgroße, unrunde, scharfkantige Bruchstücke; oft von verschiedenen Gesteinen
Sorten: Breccia Aurora (Italien)
B1.2 Konglomerat: (Trümmergestein), auch "Nagelfluh"
Korngröße >2 mm
grobe, abgerundete Teile (Kies), tlw. unvollständig verkittet
Sorten: Ternitzer, Lindabrunner, Gollinger (Österreich)
B1.3 Sandstein:
Korngröße 0.05 bis 2 mm
durch natürliche Bindemittel verfestigte Quarzkörner
meistens Verwitterungsprodukte von Graniten (Quarz bleibt über)
Qualität des Sandsteins abhängig vom Bindemittel:
Tonig gebunden: leicht bearbeitbar, wenig witterungsbeständig; nur Ton: unbrauchbar
Kalk, Dolomit: ausreichend fest, gut bearbeitbar, empfindlich ggü. sauren Regen
Quarzitisch gebunden: rein quarzgebundene (kieselige) Sansteine sind sehr fest und
witterungsbeständig; aber Silikosegefahr!
Sorten: Pietra Serena (Italien)
St. Margarethner Kalksandstein; Aflenzer Kalksandstein (Österreich)
Früher: Wienerwald-Sandstein (Wien-Umgebung), quarzhältig!
B1.4 Tonschiefer:
Korngröße: nicht mehr sichtbar
gepreßte, entwässerte, sehr feste Tonablagerungen; gut spaltbar
Vorkommen: Portugal; Deutschland;

B2. CHEMISCHE SEDIMENTGESTEINE ("Ausfällungsgesteine")
Ausfällung von Lösungsmittelrückständen im Wasser, wenn Konzentration (Anreicherung) eines Stoffes (Kalk, Gips) zu groß wird.
z. B.: Austrocknung von Meeren: Lösungsmittel Wasser verdunstet -> gelöste Stoffe bleiben zurück -> Verfestigung -> neues Gestein.

B2.1 Kalkstein:
fast ausschließlich aus Calzit (=Calziumcarbonat CaCO3)
teils durch Ausfällung aus Wasser, teils durch Skelette und Schalen von Meerestieren
-geringe Säurebeständigkeit (Politur wird matt)
-geringe Abriebfestigkeit (Mohs-Härte von Calzit: 3)
-Farben können im Freien verblassen
a) MUSCHELKALK: (200 Mio. Jahre): Muschelteile und Seelilien mit kalkigem Bindemittel
Sorten: Mannersdorfer Kalkstein (Österreich)
b) JURAKALK: (150 Mio. Jahre)
dichte, meist gelbliche Kalksteine; enthalten oft Fossilien (Ammoniten u. dgl.)
Sorten: Jura gelb und grau (Bayern)
Plattenkalke: dünne Schichten
auf Schichtfläche oft farnähnliche "Pflanzen" = Dendriten (kristallisierte Salze)
Sorten: Solnhofener (Bayern)
c) KORALLENKALK: dicht, polierfähig
Sorten: Kelheimer, Auerkalk (Deutschland)
Botticino, Breccia Sardo, Perlato Sicilia (Italien)
Nero Marquina (Spanien)
Adneter (Sbg); Untersberger, Lienbacher (Österreich)
d) SÜSSWASSERKALK: aus kalkhaltigem Süßwasser (bei Quellen und Seen)
Travertin: wird gegen das Lager geschnitten -> charakteristische Lagen der
Poren werden sichtbar
Sorten: römischer Travertin (Rom)
Kalksinter ("Onyx"): Kalkabsatz bei heißen Quellen, Tropfsteine
meist durchscheinend, kräftige Farben; (<> Onyx-Halbedelstein)
B2.2 Dolomitstein:
aus Mineral Dolomit (CaMg-Karbonat); kalksteinähnlich, aber härter (durch Magnesium)
B2.3 Gipsstein:
Ausfällung von Gips (Ca-Sulfat) -> Verfestigung zu Gipsstein
Alabaster: sehr reiner Gipsstein, Mohs`sche Härte ca. 2
Vorkommen: Italien, Toskana; für Kleinplastiken

C. UMWANDLUNGSGESTEINE ("METAMORPHITE")

Entstehung: "Metamorphose": Umwandlung von vorhandenen Magma- oder Sedimentgesteinen durch Hitze und/oder Druck.
Kontaktmetamorphose: hohe Temperatur der aufsteigenden Magmamassen wirkt auf die
umliegenden, angrenzenden Gesteine.
Regionalmetamorphose: ist die bedeutendere, weil sie oft große Regionen (große Gebirgsteile) erfaßt. Hohe Drücke und Temperaturen in tieferen Bereichen der
Erdkruste und bei Auffaltung von Gebirgen (z. B. Alpen).

C1. ORTHOGESTEINE (umgewandelte Magmagesteine)

C1.1 Orthogneis (Granitgneis):
Ausgangsmaterial: meistens Granit; auch Syenit.
Druck und Temperatur -> Ausrichtung des richtungslosen Gefüges
-> Glimmer in parallelen Schichten -> gute Spaltbarkeit
Sorten: Vanga (rot) (Schweden)
Juparana rosa (Brasilien)
Verde San Franzisco (Brasilien)
C1.2 Serpentinit:
Ausgangsmaterial: olivinreiche Gesteine (Peridot, Pikrit)
Olivin-Mineral geht über in Serpentinit (meist dunkelgrün)
Serpentine mit weißen Adern (= Calzit) oft falsch als Marmor bezeichnet
Sorten: Verde Alpi, Verde Issorie, Verde Aver (Italien)
Tauerngrün (Österreich)
C1.3 Migmatit:
Mischgestein: dunkel (gneisartig) und hell (granitartig)
Kennzeichen: unregelmäßige Wellen und Schlieren
Bearbeitung wie Granit
Sorten: Hallandia (Schweden)
Multicolor, English Teak, Paradiso (Indien)
Verde Candeias (Brasilien)

C2. PARAGESTEINE (umgewandelte Sedimentgesteine)

C2.1 Paragneis: (Glimmerschiefer)
Ausgangsmaterial: Tonschiefer
Druck, Hitze: Tonminerale werden zu Glimmer: "Phyllit"
-> mehr Druck, Hitze: Phyllit wird zu Glimmerschiefer (stark glänzend, ebene Spaltflächen)
-> mehr Druck, Hitze: Glimmerschiefer wird zu Paragneis: sehr gut spaltbar, meist grau.
Bruchrauh für Fassaden, Böden
Sorten: Serizzo (Italien)
C2.2 Marmor:
Ausgangsmaterial: Kalkstein
Druck, Hitze: es entsteht vollkristallines Gestein
Unterschied zu Kalkstein: glitzernde Bruchflächen, dünne Platten leicht transparent
bestehen trotz Umwandlung aus Calzit -> säureempfindlich, verwitterungsanfällig
Farbe: meist weiße Grundfarbe, Tönung (gelblich, rötlich) durch Eisenoxyde
graue Schlieren: Graphit
Sorten: Carrara, Arabescato, Palissandro (Italien)
Estremoz (Portugal)
Thassos (Griechenland)
Marmara (Türkei)
Rosa Norvegia (Norwegen)
Krastaler, Wachauer, Sölker, Laaser, Sterzinger (Österreich)
C2.3 Quarzit:
Ausgangsmaterial: Sandstein ohne Bindemittel
Druck, Hitze: poröser Sandstein wird zu dichtem Gestein (polierfähig)
durch Quarz: sehr verwitterungsbeständig, aber hoher Werkzeugverschleiß
-> für Fassaden und Gehwege
erscheint in massiven oder plattigen (spaltbaren) Sorten
Sorten: Azul Macaubas (massiv) (Brasilien)
Wasa (massiv) (Schweden)
Rauriser Quarzit (Österreich)

Bildhauermeister Reinhard Winter / Atelier RW

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